Manuelle Lymphdrainage

Das lymphatische System ist Teil des Immunsystems und hat u.a. die Aufgabe, Abfall- und Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren. Im Kopf-Zahnbereich (dort befinden sich 70 % der Lymphknoten) sind dies meist Giftstoffe, die bei Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, Wurzelentzündungen und Zahnextraktionen, sowie bei chronischem Schnupfen  und Weisheitszahnbeschwerden in Umlauf kommen. Auch Amalgamfüllungen hinterlassen ihre giftigen Spuren.

Je nach Dauer der Entzündungen und Menge der Giftstoffe, die über die Lymphbahnen entsorgt werden sollen, kann dabei ein Stau entstehen. Um diesen zu beheben sollte eine Lymphdrainage erfolgen.

Mittels einer sanften, rhythmischen Technik werden dabei das weiche Gewebe und die Gesichtsmuskeln einer sanften Massage unterzogen und das Lymphsystem zur Entgiftung angeregt. Das Ziel besteht darin, alle Giftstoffe zur nächst erreichbaren Filterstation, den Lymphknoten zu transportieren, wo sie geprüft und neutralisiert/zerstört werden. So werden die Bahnen gereinigt und Entzündungen heilen schneller ab.

Auch bei Kiefergelenksbeschwerden ist der rechtzeitige Einsatz von Lymphdrainage sinnvoll, denn bei länger anhaltender Behinderung der Mikrozirkulation kann es zu extrasegmentalen Verschaltungen im Hirnstamm kommen, die Schwellungen in Armen und Händen hervorruft.

Während Parodontitis- und Wurzelbehandlungen sollte eine Drainage mindestens zwei Mal erfolgen. Auch nach Entfernung alter Amalgamfüllungen ist eine mindestens zweimalige Behandlung angezeigt. Kontraindikationen sind Schilddrüsenüberfunktion und Herzrhythmusstörungen. Patienten in höherem Lebensalter sollten, wegen der Gefahr arteriosklerotischer Ablagerungen in den Halsarterien, Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten