Parodontitis hat ihre Tücken

Keine Parodontitis: So sieht gesundes Zahnfleisch aus

Parodontitis ist weltweit auf dem Vormarsch.

Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates - sozusagen dem Fundament der Zähne. Sie beginnt und wütet meistens im Verborgenen. Zeigen sich erste Symptome, ist die Krankheit praktisch bereits im Endstadium und muss dringend behandelt werden.

Entzündungen sind zunächst immer kritisch, weil der Körper versucht die Erreger auf eigene Faust los zu werden. Das gelingt aber in den seltensten Fälle, da sich eine parodontale Entzündung ausbreitet, wie ein Lauffeuer.

Klassische Symptome sind zum Beispiel auch leichtes Zahnfleischbluten nach dem Zähneputzen, gerötetes Zahnfleisch und "länger werdende Zähne" - verursacht durch den Rückgang des Zahnfleisches. Optisch werden die Zähne größer.

Die Erreger der Parodontitis bahnen sich ihren Weg vorbei am Zahnfleisch, das den Zahn umschließt und breiten sich in einem, für sie angenehmen Klima, aus und vermehren sich ungestört. Ein Zustand, der keineswegs ignoriert werden sollte.

Raucher sind besonders gefährdet, da bei ihnen das Immunsystem ohnehin schon geschwächt ist. Die Nebenwirkungen sind keineswegs ohne.

Stadien der Parodontitis

Entwicklung der Parodontitis vom gesunden Zahnfleisch in fünf Stadien zur schweren Parodontitis.

Stadien der Parodontitis

Herzerkrankungen

Parodontitis hat den unangenehmen Effekt, schädliche Bakterien frei zu setzen. Diese sogenannten "aneroben Bakterien" greifen die Innenwände der Gefäße an und steigern so das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden deutlich - nämlich um den Faktor 1,5.

Selbst das Risiko für einen Schlaganfall steigt bei unbehandlter Parodontitis fast um das Dreifache (Faktor 2,8).

Diabetes

Hier treffen zwei "populäre" Erkrankungen aufeinander. Diabetes-Mellitus-Patienten müssen bedauerlicherweise mit einem etwa drei mal so hohem Risiko leben, an Parodontitis zu erkranken. Schlecht eingestellte Diabetes-Patienten, die somit einen erhöhten Blutzuckerwert aufweisen, haben allgemein ein geschwächtes Immunsystem.

Genauso wie leichte Verletzungen (z.B. an Beinen oder Armen) nur sehr langsam verheilen, wirkt sich diese Heilträgheit auch auf die Entzündung des Zahnhalteapparates aus. Ein mindestens zweijährliches parodontales Screening (PSI) beim Zahnarzt sollte für Diabetiker eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Diabetes zu leben, ist manchmal schon schwer genug. Verzichten Sie daher auf Komplikationen.

Entzündung bleibt Entzündung - selbst wenn man sie nicht sehen kann

Parodontitis ist eine Infektion, die mit ihren Krankheitserregern den ganzen Körper befallen kann. Die Nebenwirkungen, die neben der Zahnverlustgarantie auftreten, sind ernster, als man noch vor Jahren angenommen hat. Zur Verdeutlichung:

Eine Parodontitis ist eine offene Entzündung, die alleine dadurch, dass sie fast jeden Tag "hinter verschlossenen Türen" wütet, ein Schattendasein fristet. Das macht sie aber leider so gefährlich - sie ist lediglich nicht so präsent wie z.B. eine offene Wunde am Arm.

Gerade deshalb ist hier ein schnelles Handeln erforderlich, um die Risiken, ernsthaft zu erkranken, zu reduzieren.

Schwangerschaft und Kinderwunsch

Sollte ein Kinderwunsch bestehen, ist es ratsam am besten noch vor einer Schwangerschaft einen Kontrolltermin beim Zahnarzt zu vereinbaren, um sicher zu sein, dass alles nach Wunsch verläuft. Aktuelle Erkenntnisse belegen einen Zusammenhang zwischen den Risiken untergewichtiger Frühgeburten und Parodontitis.

Häufig werden leichtfertig Antibiotika eingesetzt - das kann leider auch gefährlich werden

Bei Entzündungen werden in der klassischen Therapie häufig Antibiotika eingesetzt. Mehr oder weniger wirksam. Antibiotika haben den entscheidenen Nachteil, dass der Körper nach mehrmaliger Einnahme resistent wird und eine Heilung unter Umständen sehr kompliziert werden kann.

Eine zeitgemäße Paradontitis - Therapie sollte auf jeden Fall antibiotikafrei begonnen werden - mit PerioChip.

Fragen Sie uns nach den Therapiemöglichkeiten der Parodontitis in unserer Praxis in Grafing.